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Vom Regen in die Traufe und danach. Zur Rezeption des Bauhauses von 1933 - heute

Webinar

Das Bauhaus war eine der einflussreichsten Gestaltungshochschulen des 20. Jahrhunderts. Es gehört zu den Besonderheiten des Bauhauses, dass es Kunst und Design unter der Idee einer "Einheits-kunstschule" bündelte und sich für verschiedene internationale Strömungen öffnete. Unter dem zunehmenden Druck der Nationalsozialisten entschieden sich viele Bauhausmeister und -schüler nach der endgültigen Auflösung des Bauhauses im Juli 1933 zur Emigration. Auch durch ihre Lehrer und Schü-ler, durch bestehende und neue Netzwerke im In- und Ausland wirkten die Bauhaus-Ideen weit über das Bestehen der Schule hinaus. In den USA bildete sich die zahlenmäßig stärkste Bauhaus-Nach-folge: Josef und Anni Albers lehrten am Black Mountain College in North Carolina; in Chicago arbeite-ten Ludwig Mies van der Rohe, Ludwig Hilberseimer und Walter Peterhans am Armour Institute of Technology und László Moholy-Nagy am New Bauhaus; Walter Gropius betreute die Architekturabtei-lung der Harvard Graduate School of Design. Im Zentrum dieses Webinars stehen die Nachwirkungen des Bauhauses im geteilten Deutschland. In beiden Systemen prägten die grundlegenden Erfahrungen der Moderne durch den Deutschen Werkbund und das Bauhaus die Theorien und die Praxis der Gestaltung. Nach 1945 fanden die Ideen der Bauhaus-Moderne im geteilten Deutschland eine Rezeption, in der sich jedoch die Besonderheiten der beiden ideologisch unterschiedlichen politisch-wirtschaftlichen Systeme deutlich widerspiegeln. Im Westen wurde das Bauhaus als Leitbild der Internationalen Moderne, im Osten dagegen als Agent der kapitalistischen Industrie gesehen. Ehemalige Bauhäusler waren in der Lehre in beiden Teilen Deutschlands aktiv: im Westen geehrt, im Osten unterdrückt. In der BRD setzte die 1953 eröffnete Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm Idee und Lehre des Bauhauses aktualisiert fort; in der Bauhaus-zeit entworfenen Gebrauchsgegenstände wurden in Reedition als "Designklassiker" produziert: die Tischlampe von Carl Jakob Jucker und Wilhelm Wagenfeld, die Sitzmöbel Marcel Breuers oder die Lampen von Marianne Brandt und Hin Bredendieck. In der DDR dagegen verhinderte der sozialisti-sche Realismus mit der sogenannten Formalismus-Debatte lange Zeit eine Fortführung der Bauhaus-Moderne. Erst in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre setzte in der DDR allmählich eine Neubewertung ein, die 1976 mit dem 50-jährigen Jubiläum und der Rekonstruktion des Dessauer Bauhauses eine offizielle Anerkennung fand. Somit konnte sich das Bauhaus-Erbe schließlich in beiden Teilen Deutschlands durchsetzen.

Prof. Dr. Siegfried Gronert ist Vorsitzender des Vorstands der Gesellschaft für Designgeschichte e.V.

Nummer: 19F-K543ME
Dozent(en): Prof. Dr. Siegfried Gronert
Ort: vhs Meiningen
Tag(e): Dienstag
Kursbeginn: 12.02.2019
Termine: 1x
Einheiten: 2
Uhrzeit: 19:00 - 20:30
Kosten: 10,00€

vhs Meiningen, Raum 1.20

Prof. Dr. Siegfried Gronert

Bilder aus dem Kurs

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Willkommen an der Christophine Kunstschule Meiningen

Die CHRISTOPHINE KUNSTSCHULE MEININGEN wurde 1993 unter dem Namen „Kunst- & Kreativschule an der  vhs Meiningen“ gegründet. Im 20. Jahr ihres Bestehens haben wir unserer Einrichtung einen neuen Namen gegeben, mit dem wir an Christophine  Reinwald, geborene Schiller, erinnern möchten. Christophine Reinwald (1757-1847), die „Lieblingsschwester“ von Friedrich Schiller, heiratete 1785 den Meininger Hofbibliothekar W.F.H. Reinwald. Sie war eine begabte künstlerische Autodidaktin und erteilte in Meiningen - vor allem jungen Mädchen - Zeichenunterricht. Ihr Leben wurde von berühmten Männern geprägt. Wir möchten auf ihre eigenen Leistungen aufmerksam machen und haben sie deshalb als Namenspatronin für unsere Kunstschule gewählt.

Unsere Schule

Unsere Angebote reichen von der ästhetischen Früherziehung bis hin zur qualifizierten Vorbereitung auf künstlerische Berufe. Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden bei uns eine künstlerische Heimat, in der sie ihre kreativen Gestaltungsfähigkeiten oder ihre darstellerischen Talente entdecken und weiterentwickeln können.

Unser Angebot

Unser Angebot umfasst  Kurse, Workshops und Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Bereichen Kunst, Gestalten, Theater und Tanz.

Alle Kurse, Workshops und Projekte werden von qualifizierten DozentInnen, größtenteils KünstlerInnen und KunstpädagogInnen mit Hochschulabschluss, geleitet.

Unser Förderverein

Der Förderverein der Kunst- & Kreativschule an der vhs Meiningen e.V. wurde im Januar 2000 gegründet. Er fokussiert seine Tätigkeit besonders auf folgende Ziele und Arbeitsschwerpunkte:

Auch Sie können die Arbeit des Fördervereins durch ihre Mitgliedschaft unterstützen!

Über die Kunstschule

Wir stellen über die Künste Fragen ans Leben und erwarten das Unerwartete.

Wir fördern die Kreativität – denn sie ist lebensnotwendig zur Problemlösung.

Wir schärfen den Sinn und Verstand und sensibilisieren  für Werte und Ziele.

Wir halten kulturelle  Bildung für ein Grundnahrungsmittel.

Wir verstehen kulturelle Vielfalt als Reichtum & wir investieren in die Zukunft der Gesellschaft.

Sponsoren

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung von:

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